Am Montag, den 4. Mai 2026, fand in der armenischen Hauptstadt Eriwan das achte Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft statt. Unter dem Motto «Die Zukunft gestalten: Einheit und Stabilität in Europa» trafen sich dort Staats- und Regierungschefs aus 48 europäischen Ländern sowie hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Institutionen, der NATO, des Europarats und der OSZE um gemeinsam über Sicherheit, demokratische Resilienz, Konnektivität sowie wirtschaftliche und Energiesicherheit zu diskutieren.
Nach der Eröffnungssitzung des Gipfeltreffens nahm die Regierungschefin gemeinsam mit Giorgia Meloni, Mark Rutte, Kaja Kallas und fünf weiteren Staats- bzw. Regierungschefs am Round Table zum Thema Stärkung der demokratischen Widerstandsfähigkeit und Bewältigung hybrider Bedrohungen teil. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen Fragen im Zusammenhang mit der Abwehr hybrider Bedrohungen und dem Schutz demokratischer Gesellschaften, insbesondere die Zusammenarbeit zur Bekämpfung ausländischer Informationsmanipulation und -einmischung.
Regierungschefin Haas betont die Bedeutung des Formats: «Die Europäische Politische Gemeinschaft ist ein einzigartiges Forum und für Liechtenstein als Kleinstaat von grosser Wichtigkeit: Sie bringt Staaten zusammen, die sonst selten alle an einem Tisch sitzen. Gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen braucht es Gremien, an denen alle europäischen Staaten, nicht nur die EU, offen miteinander sprechen und sich austauschen können.»
Am Rande des Gipfeltreffens traf Regierungschefin Haas den belgischen Premierminister Bart de Wever zu einem bilateralen Gespräch sowie die andorranische Delegation zu einem anregenden Austausch. Im Mittelpunkt der Unterredungen standen Fragen der wirtschaftlichen Sicherheit, der Wettbewerbsfähigkeit Europas sowie die verschiedenen Modelle europäischer Integration. Darüber hinaus bot das Treffen Gelegenheit zum Austausch mit vielen führenden Politikern, unter anderem dem schweizerischen Bundespräsidenten Guy Parmelin, dem norwegischen Premierminister Jonas Gahr Störe oder der Präsidentin des EU-Parlaments Roberta Metsola.
Die Europäische Politische Gemeinschaft ist das einzige Format, das sämtliche europäische Staaten – EU-Mitglieder sowie Nicht-Mitglieder – regelmässig an einen Tisch bringt. Der offene Austausch auf höchster Ebene, losgelöst von institutionellen Strukturen schafft Raum für politischen Dialog, der in anderen Formaten so nicht möglich ist. Liechtenstein nimmt diese Gelegenheit aktiv wahr und bringt seine Perspektive als eng in Europa vernetztes Land in die gemeinsamen Gespräche ein.