Die Aktionstage gegen Rassismus vom 13. bis 23. März sind am Samstag, 21. März 2026, im Jugendtreff Camäleon in Vaduz zu Ende gegangen – mit einem Finale, das von Energie, Haltung und jungen Stimmen getragen wurde.

Rund 50 Personen nahmen an der Veranstaltung teil, viele davon Jugendliche, die in den vergangenen Tagen eindrucksvoll gezeigt haben, wie gelebte Vielfalt aussieht.

Regierungsrat Emanuel Schädler erinnerte in seiner Ansprache daran, dass Vielfalt nicht nur ein Ideal ist, sondern ein gesellschaftlicher Auftrag: «Wir kommen nur weiter, wenn wir Unterschiede nicht fürchten, sondern verstehen», sagte er und setzte damit den Akzent für den Abschluss der elf Tage dauernden Aktion.

Seine Worte machten klar: Rassismus bekämpft man nicht mit Symbolik, sondern im täglichen Miteinander – dort, wo wir einander begegnen, zuhören, Fehler machen und daraus lernen. Der Abschluss im Camäleon zeigte, dass «Alle anders – das sind wir» mehr ist als ein Motto: Es ist ein Anspruch an das Zusammenleben in Liechtenstein.

Kunstaktionen für Klein und Gross

Während der Aktionstage gegen Rassismus organisierten verschiedene Institutionen ein breites Spektrum an Projekten und Aktionen, die an der Veranstaltung noch einmal sichtbar gemacht und in ihrer ganzen Bandbreite vorgestellt wurden. In der Kreativ Akademie wurde der Film Austroschwarz des österreichischen Künstlers Mwita Mataro gezeigt, das Müze im Haus der Familien organisierte einen Bastelvormittag zum Thema Diversität und einen Buchstart –ein Programm der frühen Sprach- und Leseförderung – zum Bilderbuch «zusammen». Das Skino in Schaan zeigte den Film «The Old Oak» und das junge Theater präsentiert am 28. März das Stück 404 – Happiness not found. Zudem wurden verschiedene Kunstaktionen mit Jugendlichen durchgeführt: Die Offene Jugendarbeit führte einen Graffiti-Workshop durch und die Klasse 2c der Oberschule Eschen besuchte das Kunstmuseum. Dort erhielten die Jugendlichen einen Einblick in Teile der Ausstellung von Tony Cokes, die sich kritisch mit Rassismus und gesellschaftlichen Machtstrukturen auseinandersetzt.

Dialog, Musik, Begegnung

Nach der eindrücklichen Kurzdokumentation «Rassismusnichtsein» der Offenen Jugendarbeit Bludenz, sprach Moderatorin Gabriella Alvarez-Hummel mit Venice Stocker, Elin Tribelhorn und Jugendarbeiterin Priscila Leiva Lopez darüber, wo Jugendliche im Alltag Rassismus begegnen und wie sie damit umgehen können. Im Anschluss an das Gespräch luden die Organisatorinnen des Abends – die Offene Jugendarbeit, die Schulsozialarbeit, das «aha» -Tipps und Infos für junge Leute und das Amt für Soziale Dienste – zu einem Mitbring-Apéro ein. Musikalisch begleitet wurde der Abend von der ukrainischen Rockband «Doranku».