Am Rande der 70. Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen (CSW) in New York tauschte sich Gesellschafts- und Justizminister Emanuel Schädler mit Österreichs Justizministerin Anna Sporrer aus. Dabei standen unter anderem Optimierungen im Strafvollzug im Mittelpunkt.

Im bilateralen Austausch sprachen Schädler und Sporrer zudem über die Themen Gewaltschutz, Familienrecht und Justizvollzug. Vor dem Hintergrund aktueller Medienberichte in beiden Ländern über Vorkommnisse in Justizanstalten in Österreich bekräftigten beide die gute Zusammenarbeit der Länder sowie die Notwendigkeit, Inhaftierten einen zeitgemässen und menschenwürdigen Strafvollzug zur Verfügung stellen zu können. Sporrer erklärte ihr Bestreben, den Strafvollzug in Österreich in diesem Sinn zu reformieren. Insbesondere zusätzliches Personal soll für Entlastung sorgen . «Bundesministerin Sporrer hat mir ihre Motivation und ihre Ansätze dargelegt, wie sie das System optimieren will. Das kommt am Ende auch den Inhaftierten aus Liechtenstein zugute», erklärt Liechtensteins Justizminister Emanuel Schädler.

Seit 1983 bildet der Staatsvertrag zwischen dem Fürstentum Liechtenstein und der Republik Österreich über die Unterbringung von Häftlingen die rechtliche Grundlage für die Überstellung von liechtensteinischen Straftäterinnen und Straftätern in den österreichischen Strafvollzug. «Eine gute Zusammenarbeit in diesem Bereich ist für Liechtenstein essenziell», bekräftigt Schädler.