Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, hat am Donnerstag, 23. April 2026, Regierungschefin Brigitte Haas auf Villa Reitzenstein in Stuttgart empfangen.

Langjährige Freundschaft

Deutschland und im Speziellen das Bundesland Baden-Württemberg sind besonders enge Partner Liechtensteins. Die guten politischen Beziehungen spiegeln sich unter anderem im regelmässigen Austausch auf verschiedenen Ebenen wider. Liechtenstein und Baden-Württemberg verbindet vieles, darunter die alemannische Mentalität der Leistungsbereitschaft ihrer Bevölkerungen, die Bodenständigkeit, gepaart mit Innovationskraft und dem Bekenntnis zu Partnerschaften. Auf Villa Reitzenstein wurde dies entsprechend gewürdigt. Beide Seiten bekräftigten zudem ihren Willen, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rahmen der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) in Bereichen wie Wirtschaft, Mobilität, Umwelt, Forschung und Kultur weiter zu stärken.

«Liechtenstein und Baden-Württemberg verbindet eine langjährige Freundschaft, basierend auf wirtschaftlicher, politischer und kultureller Ebene. In herausfordernden Zeiten ist es umso wichtiger, diese Beziehungen weiter zu vertiefen», so Regierungschefin Brigitte Haas.

Zukunftsthemen im Fokus

Einen weiteren Schwerpunkt des Dialogs bildeten die Themen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Cloud-Infrastruktur. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung staatlicher Leistungen und der wachsenden Anforderungen im Bereich der Cybersicherheit gewinnen insbesondere Fragen der digitalen Souveränität an Bedeutung. Im Rahmen des Besuchs bekam die liechtensteinische Delegation im Innovationspark KI Baden-Württemberg (IPAI) in Heilbronn auch einen höchst spannenden Einblick in eine erfolgreiche Partnerschaft von Politik, Wirtschaft und Forschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz.

Darüber hinaus thematisierten Ministerpräsident Kretschmann und Regierungschefin Haas die zunehmenden Bedrohungen durch Desinformation und die gezielte Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Beide unterstrichen die Notwendigkeit, die Resilienz demokratischer Institutionen gegenüber solchen Einflussversuchen zu stärken. Vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Spannungen standen zudem Fragen der wirtschaftlichen Sicherheit im Fokus. Angesichts wachsender globaler Unsicherheiten und Handelsschwierigkeiten betonten beide Seiten die Bedeutung einer geschlossenen europäischen Antwort. Liechtenstein als stark mit Deutschland und dem europäischen Binnenmarkt vernetzter Wirtschaftsstandort setzt sich dabei für offene Märkte und verlässliche Rahmenbedingungen ein.