Zum 70. Jubiläum der Kommission für die Rechtsstellung der Frau (CSW) leitet Regierungsrat Emanuel Schädler die Delegation Liechtensteins. Die Kommission gilt als das wichtigste UN-Gremium zur Förderung der Geschlechtergleichstellung und dient als zentrale Plattform für den internationalen Austausch auf Ministerebene. Liechtenstein hat für die Amtsperiode von 2025 – 2027 den Vizevorsitz der Kommission inne.

Die diesjährige Session widmet sich primär der Stärkung des Zugangs zur Justiz für Frauen und Mädchen und dem Abbau von diskriminierenden Rechtsbestimmungen. Gemeinsam mit Ruanda leitete Liechtenstein die Verhandlungen für die Abschlusserklärung, welche   am Eröffnungstag zum ersten Mal durch eine Abstimmung verabschiedet wurde. Dank intensiver diplomatischer Bemühungen konnte mit der grossmehrheitlichen Unterstützung der Mitgliedstaaten ein sehr gutes Abstimmungsresultat erreicht werden. Regierungsrat Schädler lobte den Einsatz der involvierten Delegationen: «Die heutige Abstimmung hat erneut gezeigt, dass gerade auch Kleinstaaten wie Liechtenstein einen grossen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Multilateralismus leisten.»

Im Rahmen seines Aufenthalts sprach Regierungsrat Schädler an der Generaldebatte und leitete einen Runden Tisch zum diesjährigen Prioritätsthema. Des Weiteren eröffnete er eine Nebenveranstaltung zur Rolle von Frauen in Friedensmediation, welche Liechtenstein organisierte. Auf Einladung der Deutschen Bundesministerin Karin Prien nahm Gesellschaftsminister Schädler an einem Treffen der deutschsprachigen Ministerinnen und Minister für Gleichstellungsfragen teil und tauschte sich mit Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, der österreichischen Justizministerin Anna Sporrer sowie Ministerin Yuriko Backes aus Luxemburg aus. Im Vordergrund standen dabei zum einen die Inhalte der CSW und zum anderen auch die nationale Gleichstellungsprogramme.

Regierungsrat Schädler nutze die Gelegenheit auch für bilaterale Treffen am Rande der Kommissionssitzung, u.a. mit der diesjährigen Vorsitzenden der CSW, der costa-ricanischen UNO-Botschafterin Maritza Chan-Valverde, sowie mit seiner österreichischen Amtskollegin Anna Sporrer. Mit der Österreicherin tauschte es sich über die Themen Gewaltschutz, Familienrecht und Justizvollzug aus.