Liechtenstein war am internationalen Gipfel zu Künstlicher Intelligenz (KI) in Neu-Delhi hochrangig vertreten. Nebst der Vernetzung mit Teilnehmenden aus Politik und Wirtschaft nutzte S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein die Gelegenheit zum bilateralen Austausch mit dem indischen Premierminister Narendra Modi.

KI als Treiberin des Fortschritts

Der AI Impact Summit brachte Staats- und Regierungschefs sowie Vertreterinnen und Vertreter von Tech‑Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus mehr als 100 Ländern zusammen, um über globale Leitlinien für den verantwortungsvollen Einsatz von KI zu diskutieren. Im Fokus stand die Frage, wo KI gesellschaftlichen Mehrwert bringen und wie sie als Instrument für Entwicklung und Wachstum genutzt werden kann. Das Gipfeltreffen von Neu-Delhi knüpft dabei an vorherige KI-Gipfel an, die 2023 im Vereinigten Königreich, 2024 in Südkorea und 2025 in Frankreich abgehalten wurden. Es handelt sich bei diesen Gipfeln um die derzeit wichtigsten hochrangigen internationalen Treffen zum Thema KI.


Die Entwicklungen rund um die Zukunft von KI und deren internationale Steuerung und Regulierung sind aufgrund des rasanten technologischen Fortschritts auch für Liechtenstein von hoher Bedeutung. Mit seiner Präsenz unterstrich S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein die Bereitschaft Liechtensteins, aktiv an den globalen Diskussionen zur Thematik mitzuwirken. In seiner Rede betonte S.D. der Erbprinz insbesondere, dass die Entwicklung und der Einsatz von KI untrennbar mit der Achtung von grundlegenden Werten verbunden werden müssen. Zugleich wurde hervorgehoben, dass die verantwortungsvolle Nutzung von KI eine enge Zusammenarbeit zwischen Staat, Wirtschaft und Forschung sowie internationale Kooperation voraussetzt.


Bilaterale Beziehungen zu Indien gestärkt

Im Rahmen seines Aufenthalts traf sich S.D. der Erbprinz für einen bilateralen Austausch mit dem indischen Premierminister Narendra Modi. Im Rahmen des Treffens wurde unter anderem Liechtensteins Wunsch nach einem Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit Indien diskutiert. S.D. der Erbprinz unterstrich in den Gesprächen die Innovationsfähigkeit liechtensteinischer Unternehmen und ihr Interesse am Wachstumsmarkt Indien.


Mit dem Inkrafttreten des Handels- und Wirtschaftspartnerschaftsabkommens (Trade and Economic Partnership Agreement, TEPA) zwischen Indien und den EFTA-Staaten im Oktober 2025 konnte der Zugang der liechtensteinischen Wirtschaft zum indischen Markt bereits verbessert werden. Zu den wichtigsten Vorteilen des Abkommens gehören vereinfachte Zollverfahren, neue Expansions- und Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen und Einzelpersonen im Dienstleistungsbereich sowie verbesserte Investitionsmöglichkeiten für Unternehmen aus Liechtenstein in Indien.


Gelegenheit für zahlreiche Gespräche genutzt

S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein nutzte seinen Aufenthalt in Indien zudem für zahlreiche Kontakte und Gespräche, zur Pflege des internationalen Netzwerks sowie zur Aufnahme zusätzlicher Impulse aus dem vielseitigen Programm. Begleitet wurde er von der Leiterin der Stabsstelle für Digitale Innovation und zwei Vertreterinnen des Amts für Auswärtige Angelegenheiten.