Auf Einladung von Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni besuchte Christoph Heusgen, ehemaliger Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, am 12. Januar 2026 Liechtenstein. Im Rahmen seines Aufenthalts hielt er an der Universität Liechtenstein in Vaduz einen öffentlichen Vortrag zum Thema „Die Welt im Umbruch: Welche Strategie sollte Europa verfolgen?“.
Die internationale Ordnung befindet sich in einer Phase tiefgreifender Veränderungen. Geopolitische Spannungen, Machtverschiebungen und neue Sicherheitsrisiken stellen Europa vor grosse Herausforderungen. Christoph Heusgen ging in seinem Vortrag und einem anschliessenden moderierten Gespräch mit Botschafter Christian Wenaweser der Frage nach, wie sich Europa in diesem Umfeld strategisch positionieren sollte.
Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni eröffnete die Veranstaltung und betonte, dass die regelbasierte Weltordnung zunehmend erodiert und selbst grundlegende Prinzipien des Völkerrechts wie das Gewaltverbot der UNO-Charta immer häufiger missachtet werden. Für Kleinstaaten wie Liechtenstein bedeuten diese Entwicklungen besondere Risiken. Deshalb braucht es eine aktive Sicherheitspolitik, die Innen- und Aussenpolitik, Wirtschaft, den Schutz kritischer Infrastrukturen und gesellschaftliche Resilienz vernetzt denkt.
Zugleich unterstrich Sabine Monauni, dass die Antwort auf die grossen Umbrüche eine engagierte und glaubwürdige Aussenpolitik sein müsse. «Wir dürfen die aktuellen Veränderungen nicht ignorieren, aber wir müssen uns weiterhin für jene Werte stark machen, die wir für richtig halten.», so die Aussenministerin.